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Duale IT-Berufe

Leistungsbewertungskonzept für Berufe des Dualen Systems - IT-Berufe

Dokumentstand: 30.09.2026

Vorschau zur fachlichen Prüfung. Die folgenden Texte und Tabellen stammen aus dem bereitgestellten Gesamtkonzept vom 30.09.2026.

Die historische Quellbezeichnung „A IT“ beziehungsweise „AIT“ meint in dieser Fassung duale IT-Berufe. Diese Seite gehört nicht zur Internationalen Förderklasse.

Zusätzlich gelten die gemeinsamen Grundlagen. Allgemeiner Teil kurz erklärt · Vollständiger allgemeiner Teil

Verteilung und Gewichtung

Die Regelungen ergänzen den allgemeinen Teil für den Bildungsgang AIT.

Die Note bezieht sich auf schriftliche und sonstige Leistungen. Anzahl und Verteilung orientieren sich an den erteilten Wochenstunden. Pro erteilter Wochenstunde wird grundsätzlich - außer in Religion und Sport/Gesundheitsförderung - eine schriftliche und eine sonstige Leistung im Jahr ermittelt. Bei drei und mehr Wochenstunden legt die Fachlehrkraft zu Beginn des Schuljahres fest, ob mehr als zwei schriftliche beziehungsweise sonstige Leistungen pro Jahr erbracht werden müssen.

Bei der Gesamtnote dürfen schriftliche Leistungen höchstens mit 50 % berücksichtigt werden. Die Bildungsgangkonferenz beschloss am 23.08.2016 die folgende Gewichtung.

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Verteilung und Gewichtung
FachSchriftliche LeistungsnachweiseSonstige Leistungen
Informations- und Telekommunikationssysteme (ITS)50 %50 %
Anwendungsentwicklung (DAE)50 %50 %
Wirtschafts- & Geschäftsprozess (WGP)50 %50 %
Englisch (E)40 %60 %
Deutsch/Kommunikation (DKO)40 %60 %
Politik/Gesellschaftslehre (PGL)40 %60 %
Religion (R)—100 %
Sport/Gesundheitsförderung (SPG)—100 %

Quelle: BKO-Leistungsbewertungskonzept, Sammlung vom 30.09.2026 · PDF-Seite 42

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Differenzierungsfächer

Festlegung und Zuordnung möglicher Differenzierungsfächer.

Anzahl, Verteilung und Gewichtung der Leistungen werden zu Schuljahresbeginn individuell durch die Fachlehrkraft festgelegt; die Wochenstunden sollen als Richtlinie dienen. Noten der Differenzierungsfächer werden gemäß § 9 Absatz 1 APO-BK nicht gesondert auf dem Zeugnis ausgewiesen, sondern gehen im Verhältnis der erteilten Wochenstunden in die Note eines berufsbezogenen Fachs ein.

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Differenzierungsfächer
DifferenzierungsfachZuordnungSchriftliche LeistungsnachweiseSonstige Leistungen
DIF 01 Datenbanken (DB)DAE50 %50 %
DIF 02 Internet- & Softwaremanagement (ISM)WGP50 %50 %
DIF 03 LinuxITS50 %50 %
DIF 04 HTML/CSSDAE50 %50 %
DIF 05 Php/DWSDAE50 %50 %
DIF 06 CiscoITS50 %50 %
DIF 07 NavisionWGP, DAE50 %50 %
DIF 08 Öffentliche Netze (ÖN)ITS50 %50 %
DIF 09 ElektrosicherheitITS50 %50 %
DIF 10 Windows-ServerITS50 %50 %

Bei Abschluss mit mindestens ausreichend wird über die Leistung ein gesondertes Zertifikat ausgestellt; es enthält inhaltliche Schwerpunkte und die Gesamtleistung als ausgeschriebene ganze Note.

Quelle: BKO-Leistungsbewertungskonzept, Sammlung vom 30.09.2026 · PDF-Seite 43

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IT-Mittelstufenprojekt

Klassenübergreifendes Projekt im zweiten Halbjahr.

Im zweiten Halbjahr wird klassenübergreifend ein IT-Mittelstufenprojekt in Anlehnung an die Abläufe der IHK-Abschlussprüfung durchgeführt. Gruppen planen ein in der Schule durchführbares IT-Projektthema eigenständig in Absprache mit den Fachlehrkräften (Umfang: 16 Unterrichtsstunden) und führen es nach Genehmigung des Projektantrags an zwei Unterrichtstagen selbstständig durch.

Nach Einreichung der zehnseitigen Dokumentation präsentieren die Projektgruppen die Ergebnisse an einem zentralen Termin öffentlich im Forum der Schule. Die projektbetreuenden Lehrkräfte bewerten Dokumentation und Präsentation nach den IHK-Vorgaben und geben nach der Präsentation zielgerichtetes Feedback. Anschließend erhalten die Lernenden ein Zertifikat über Inhalte und erbrachte Leistungen.

Quelle: BKO-Leistungsbewertungskonzept, Sammlung vom 30.09.2026 · PDF-Seite 43

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Schriftliche Leistungen und Feststellungsprüfungen

Regelungen zu Klausuren und mündlichen Feststellungsprüfungen.

Für Klausuren und schriftliche Leistungen im Rahmen der Sonstigen Leistungen ist in Anlehnung an IHK-Prüfungen der IHK-Schlüssel zu verwenden. Schriftliche Leistungen werden grundsätzlich als Klausuren ermittelt; ergänzend oder ersatzweise sind mündliche Feststellungsprüfungen möglich. Noten werden zeitnah in die roten Notenhefte eingetragen.

Klausuren werden etwa zwei bis vier Wochen vorher terminiert und im Klassenbuch eingetragen. Es sollen nicht zwei Klausuren an einem Tag und nicht mehr als zwei Klausuren in einer Woche geschrieben werden. Ergebnisse werden unter Datenschutzwahrung etwa zwei bis drei Wochen später persönlich und begründet mitgeteilt; Klausuren werden im Klassenverband inhaltlich und bewertungstechnisch ausführlich besprochen. Die Aufgabenstellung ist situationsbezogen, der Zeitrahmen beträgt 60 bis 90 Minuten. In der Oberstufe werden Klausuren in ITS, DAE und WGP an Ablauf und Struktur der IHK-Prüfung angepasst, zum Beispiel vier aus fünf gleichgewichteten Aufgaben und Multiple-Choice-Aufgaben.

Mündliche Feststellungsprüfungen können für nicht erbrachte Klausuren ersatzweise oder ergänzend an einem eigens festgelegten Termin stattfinden. Eine Ankündigung ist ratsam, aber nicht erforderlich. Inhaltlich orientieren sie sich am Stoff der Klausur beziehungsweise an während der Fehlzeiten vermitteltem Stoff. Die Prüfung soll 30 Minuten nicht überschreiten; bis zu 30 Minuten Vorbereitungszeit sind zu gewähren. Eine zweite Lehrkraft protokolliert Verlauf und Ergebnis.

Quelle: BKO-Leistungsbewertungskonzept, Sammlung vom 30.09.2026 · PDF-Seite 44

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Sonstige Leistungen und Transparenz

Mögliche Leistungsnachweise und Rückmeldung.

Sonstige Leistungen können schriftlich und mündlich sein und ergeben sich aus mehreren Leistungsnachweisen. Schriftliche Leistungen können Protokolle, Referate, Tests, schriftliche Handlungsprodukte, Heftführung und Hausaufgaben zur Unterrichtsvorbereitung sein. Mündliche Leistungen können Arbeitsbereitschaft, Unterrichtsbeteiligung, Partner- und Gruppenarbeit, simulatives Handeln in Rollenspielen, Debatten oder Podiumsdiskussionen sowie Präsentationen sein.

Die Kriterien sind zu Schuljahresbeginn beziehungsweise vor einmaligen schriftlichen Leistungen transparent zu machen. Kompetenzraster stehen im allgemeinen Konzept; andere Bewertungsgrundlagen werden frühzeitig schriftlich transparent gemacht. Die Bewertungen der Sonstigen Leistungen werden quartalsweise in einem zeitnahen Entwicklungsgespräch begründet mitgeteilt. Zum Halbjahresende wird aus den Quartalsnoten eine Halbjahresnote ermittelt, zeitnah mitgeteilt und in die roten Notenhefte eingetragen.

Quelle: BKO-Leistungsbewertungskonzept, Sammlung vom 30.09.2026 · PDF-Seite 45

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IT-Systemkaufmann/-frau / Informatikkaufmann/-frau

Art und Umfang der Leistungsnachweise.

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IT-Systemkaufmann/-frau / Informatikkaufmann/-frau
UnterrichtsfachUS schriftlichUS sonstigeMS schriftlichMS sonstigeOS schriftlichOS sonstige
ITS222222
DAE222222
WGP222222
Englisch——1212
DKO12——12
PGL12——12
Religion—2————
SPG—2————

Quelle: BKO-Leistungsbewertungskonzept, Sammlung vom 30.09.2026 · PDF-Seite 46

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Fachinformatiker/in Anwendungsentwicklung / Systemintegration

Art und Umfang der Leistungsnachweise.

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Fachinformatiker/in Anwendungsentwicklung / Systemintegration
UnterrichtsfachUS schriftlichUS sonstigeMS schriftlichMS sonstigeOS schriftlichOS sonstige
ITS222222
DAE222222
WGP222222
Englisch——1212
DKO12——12
PGL12——12
Religion—2————
SPG—2————

Quelle: BKO-Leistungsbewertungskonzept, Sammlung vom 30.09.2026 · PDF-Seite 46

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IT-Systemelektroniker/in

Art und Umfang der Leistungsnachweise.

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IT-Systemelektroniker/in
UnterrichtsfachUS schriftlichUS sonstigeMS schriftlichMS sonstigeOS schriftlichOS sonstige
ITS222222
DAE222222
WGP222222
Englisch——1212
DKO12——12
PGL12——12
Religion—2————
SPG—2————

Quelle: BKO-Leistungsbewertungskonzept, Sammlung vom 30.09.2026 · PDF-Seite 47

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Förderkonzept der dualen Ausbildung

Im Rahmen unserer infrastrukturellen Möglichkeiten orientieren wir uns bei unserer täglichen Arbeit mit den Auszubildenden u.a. an den Kriterien des Gütesiegels für Individuelle Förderung. Eine individuelle Förderung, die diesen Ansprüchen gerecht wird, ist wesentlich durch folgende Akzente gekennzeichnet (vgl. Gütesiegel Individuelle Förderung NRW):

• das Bemühen, die jeweilige Lernausgangslage, den Lernstand und Lernbedarf der Auszubildenden zu ermitteln und dazu die geeigneten Instrumente und Verfahren anzuwenden;

• die konzeptionell geleitete Unterstützung, Förderung und Begleitung der jeweiligen Lernprozesse;

• eigene Förderangebote auch aus der Perspektive des nachfolgenden Systems zu betrachten, um die Anschlussfähigkeit des Wissens sicher zu stellen und Übergänge gezielt vorzubereiten;

• die Dokumentation und Auswertung der Fördermaßnahmen, die schulinterne Überprüfung ihrer Wirksamkeit und die Weiterentwicklung der Förderkonzepte.

Die tatsächliche Förderung unserer Auszubildenden wird geprägt durch unsere Berufserfahrung, die Offenheit jedem Einzelnen gegenüber sowie durch die Förderfähigkeit und -bereitschaft der Auszubildenden. Der Erfolg unserer Arbeit zeigt sich sowohl in der Zufriedenheit unserer Auszubildenden sowie in deren Erfolgen bei den Facharbeiter - und Gesellenprüfungen ebenso wie in der Zusammenarbeit mit unseren dualen Partnern.

Die Weiterentwicklung der Fördermöglichkeiten ist stark von der angeme ssenen Anpassung der aktuellen Rahmenbedingungen an die Realität abhängig (z. B. Personal, Klassenstärke, Räumlichkeiten, Ausstattung, …)

Quelle: BKO-Leistungsbewertungskonzept, Sammlung vom 30.09.2026 · PDF-Seite 57

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