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Leistungsbewertung: der allgemeine Teil

Diese Grundlagen gelten für alle Bildungsgänge am BKO. Die Regeln deines Bildungsgangs ergänzen sie.

Dokumentstand: 30.09.2026 · Schülergerechte Kurzfassung

Die wichtigsten Grundlagen

Es zählen unterschiedliche Leistungen. Klassenarbeiten und Klausuren bilden einen Bereich. Mitarbeit, Tests, Projekte, Präsentationen und praktische Leistungen zählen zu den sonstigen Leistungen.

Die Zeugnisnote ist kein bloßer Durchschnitt. In Klausurfächern gehen sonstige Leistungen mindestens zur Hälfte ein. Auch deine Leistungsentwicklung und die Beschlüsse des Bildungsgangs werden berücksichtigt.

Die Kriterien müssen dir bekannt sein. Zu Beginn des Schuljahres erläutert deine Lehrkraft die Bewertung. Du kannst nach deinem Leistungsstand und Verbesserungsmöglichkeiten fragen.

Was wird bewertet?

Bewertet werden deine Leistungen in zwei Bereichen: „Schriftliche Arbeiten“ (Klassenarbeiten und Klausuren) und „Sonstige Leistungen“.

Zu den sonstigen Leistungen zählen zum Beispiel Unterrichtsbeiträge, Tests, Präsentationen, Gruppenarbeiten, Projekte, schriftliche Ausarbeitungen und praktische Leistungen. Es zählt also mehr als das Melden im Unterricht.

Zu Beginn des Schuljahres informiert dich deine Lehrkraft über die Grundsätze der Bewertung. Welche Nachweise in deinem Fach vorgesehen sind, hängt auch vom Bildungsgang ab.

Grundlage: PDF-Seiten 5 und 8

Wie entsteht meine Zeugnisnote?

In Fächern mit Klausuren werden schriftliche Arbeiten und sonstige Leistungen grundsätzlich gleich gewichtet. Die sonstigen Leistungen gehen mindestens zur Hälfte ein und können stärker gewichtet werden.

Deine Zeugnisnote ist kein automatisch berechneter Durchschnitt. Die Lehrkraft berücksichtigt unter anderem die Gewichtung einzelner Leistungen, deine Leistungsentwicklung und die Beschlüsse des Bildungsgangs.

Für eine Zeugnisnote sind mindestens zwei Leistungsnoten erforderlich. Die konkreten Regelungen deines Bildungsgangs ergänzen den allgemeinen Teil.

Grundlage: PDF-Seiten 8–9

Was gilt für Klassenarbeiten und Klausuren?

Eine Klassenarbeit oder Klausur dauert in der Regel 30 bis 90 Minuten. Zur Prüfungsvorbereitung kann sie bis zur Dauer der schriftlichen Prüfung verlängert werden.

Die Arbeiten werden nach dem Konzept innerhalb von bis zu drei Wochen korrigiert, benotet, zurückgegeben und besprochen. Vor Rückgabe und Besprechung darf im selben Fach keine neue Arbeit geschrieben werden.

Klausurtermine werden in der Regel zu Beginn des Halbjahres mitgeteilt. Zwei Klausuren an einem Tag und mehr als zwei in einer Woche sollten vermieden werden.

Zu jeder Klausur gehört eine individuelle Rückmeldung. Welcher Notenschlüssel gilt, richtet sich nach deinem Bildungsgang.

Grundlage: PDF-Seite 5

Zählen Tests zu den schriftlichen Arbeiten?

Tests gehören zum Bereich „Sonstige Leistungen“. Sie überprüfen den aktuell behandelten Unterrichtsstoff und müssen nicht angekündigt werden.

Ein Test dauert bis zu 20 Minuten ohne Material oder bis zu 25 Minuten mit Material. Eine Klassenarbeit und ein Test am selben Tag sollten vermieden werden.

Grundlage: PDF-Seite 8

Werden Hausaufgaben benotet?

Hausaufgaben, die nur der Festigung des im Unterricht Erarbeiteten dienen, werden nicht bewertet.

Davon unterscheidet das Konzept Hausaufgaben zur Vorbereitung des Unterrichts: Sie werden im Kompetenzraster zur Mitarbeit als Kriterium aufgeführt. Frage deine Lehrkraft, welche Aufgabe welchem Zweck dient.

Grundlage: PDF-Seiten 8 und 13

Wie erfahre ich meinen Leistungsstand?

Du kannst jederzeit nach deinem Leistungsstand fragen. Die Auskunft muss nicht unmittelbar erfolgen: Die Lehrkraft kann zum Beispiel zuerst die Einzelnoten sichten und dich in der folgenden Unterrichtsstunde informieren.

Verschiedene sonstige Leistungen werden mindestens einmal pro Halbjahr zu einer Leistungsnote zusammengefasst und dir mitgeteilt.

Nutze das Gespräch auch, um zu erfahren, was dir bereits gelingt und wie du dich verbessern kannst.

Grundlage: PDF-Seiten 4 und 8

Was passiert, wenn ich eine Klausur verpasse?

Wenn du eine Klausur entschuldigt versäumt hast, werden zentrale Nachschreibtermine angeboten.

Kläre mit deiner Lehrkraft, welcher Termin für dich gilt. Für weitere Einzelheiten gelten die Regelungen deines Bildungsgangs.

Grundlage: PDF-Seite 5

Was passiert bei einer Täuschung?

Bei einer Täuschung richten sich die möglichen Folgen nach dem feststellbaren Umfang.

Einzelne Leistungen, auf die sich die Täuschung bezieht, können für ungenügend erklärt werden. Bei einer umfangreichen Täuschung kann die gesamte Leistung für ungenügend erklärt werden.

Lässt sich der Umfang nicht feststellen, kann die Wiederholung der schriftlichen Arbeit angeordnet werden.

Grundlage: PDF-Seite 9

Welche Rolle spielt sprachliche Richtigkeit?

Die Förderung der deutschen Sprache gehört zu allen Fächern. Häufige sprachliche Fehler werden bei der Bewertung angemessen berücksichtigt.

Eine Absenkung um bis zu eine Notenstufe ist nach dem Konzept möglich, wenn trotz Förderung, Korrekturen und Rückmeldungen weiterhin häufig gegen den im Unterricht vermittelten und gründlich geübten Sprachgebrauch verstoßen wird.

Dabei werden dein Alter, dein Ausbildungsstand und deine Muttersprache berücksichtigt. Bei nicht deutscher Muttersprache wird der maximale Spielraum laut Konzept in der Regel nicht ausgeschöpft.

Wenn du Fragen zur sprachlichen Bewertung oder zu individuellen Regelungen hast, besprich sie mit deiner Lehrkraft.

Grundlage: PDF-Seite 8

Was kann ich bei Fragen zu einer Note tun?

Bitte deine Fachlehrkraft, dir die Bewertungskriterien und deine Leistung zu erläutern. So kannst du nachvollziehen, wie die Note zustande gekommen ist.

Das Konzept unterscheidet Beschwerden über Einzelnoten und rechtliche Widersprüche. Welches Verfahren für eine konkrete Entscheidung gilt, muss im Einzelfall geklärt werden. Wende dich dazu an die Schule.

Grundlage: PDF-Seiten 4 und 9

Bewertungskriterien verstehen

Die Kompetenzraster dienen als Grundlage. Bildungsgang- und fachspezifische Abweichungen sind möglich. Deine Lehrkraft erläutert die Kriterien und Gewichtungen der konkreten Aufgabe.

Mitarbeit

Aufmerksamkeit, Qualität deiner Beiträge, Eigeninitiative und Selbstständigkeit sowie Arbeitsorganisation.

BKO-Leistungsbewertungskonzept · PDF-Seiten 13

Gruppenarbeit

Vorbereitung, Beachtung der Arbeitsaufträge, dein eigener Beitrag und das gemeinsam erarbeitete Ergebnis.

BKO-Leistungsbewertungskonzept · PDF-Seiten 14

Präsentationen

Aufbau, fachliche Richtigkeit, verständliche Fachsprache, Vortrag und passende Visualisierung.

BKO-Leistungsbewertungskonzept · PDF-Seiten 16–18

Schriftliche Ausarbeitungen

Formale Gestaltung, schlüssiger Aufbau, inhaltliche Auseinandersetzung und verständliche Sprache.

BKO-Leistungsbewertungskonzept · PDF-Seiten 15

Projekte und Rollenspiele

Bearbeitung der Aufgabe, Zusammenarbeit, Durchführung, Ergebnis und Reflexion.

BKO-Leistungsbewertungskonzept · PDF-Seiten 21–24

Fachpraxis

Fachkenntnisse, praktische Fähigkeiten, Selbstständigkeit, Arbeitsorganisation, Ergebnis und Reflexion.

BKO-Leistungsbewertungskonzept · PDF-Seiten 25–26